Yidish. Vey iz mir

Filmvorführung
Jiddisch als Sprache
Sonntag, 3. Mai 202618:00
Metropolis Kino Hamburg, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
Kartenreservierung unter Tel. 040-34 23 53
Bild aus dem Film The President's Tailor, Rick Minnich, DE 2024

Filmvorführung in Kooperation mit dem Monat des Gedenkens Hamburg-Mitte, anschließende Publikumsdiskussion: Rick Minnich und Gernot Steinweg sind eingeladen

Yidish - Vey iz mir, Gernot Steinweg, DE 2026, 36 Minuten (ursprünglich WDR-Doku von 1998 "Reise nach Jiddischland", lief aber auch auf internationalen Filmfestivals)

Der in NRW lebende Musiker und Webdesigner Daniel Bukowski (42), lernt als 14-Jähriger Jiddisch in einer Schüler-AG, um seine in Israel lebenden Großeltern besser verstehen zu können. Als er sie zu Ostern 1998 besucht, begleiten ihn der Regisseur Gernot Steinweg und die Kamerafrau Re Karen. Das Jiddische musste in Israel lange um seine Selbstbehauptung kämpfen. Der Film von Gernot Steinweg zeigt die kulturelle Vielfalt des Jiddischen im heutigen Israel mit Querverweisen in die "Zukunft" rund 30 Jahre später, geht auf Entstehung und Geschichte dieser Sprache ein und schildert die Neuanfänge im wiedervereinigten Deutschland um das Jahr 1998. Zu Wort kommen Daniel Galay, Rafael Goldwasser, Ruth Levin, Zvi Kanar und andere.

The President's Tailor, Rick Minnich, DE 2024, 38 Minuten

Dieser Film erzählt die Lebensgeschichte von Martin Greenfield, der nach dem Krieg als Holocaustüberlebender bei einer Schneiderei in New York arbeitete, die er später selbst übernahm … und von Eisenhower bis Obama sechs US-Präsidenten (und andere Politiker und Prominente) mit Herrenanzügen ausstattete. Seinen ersten Präsidenten lernte Martin Greenfield in Deutschland kennen: Jahre vor seiner Präsidentschaft überwachte der General Dwight D. Eisenhower die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald.

Der spätere Präsidenten-Schneider wurde in einem kleinen Dorf am östlichen Ende der Tschecheslowakei geboren. Mit der damals bedeutenden jüdischen Gemeinde des Ortes kam er als 14jähriger nach Auschwitz und später Buchenwald, wo er seine Familie verlor. Nach der Befreiung suchte Greenfield zwei Jahre lang Verwandte in Europa und reiste schließlich mit dem Schiff nach New York, wo er als 19jähriger ankam und eine neue Familie gründete.